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Teil 1: Einführung

  • Autorenbild: Markus Hofer
    Markus Hofer
  • vor 2 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Serie: Was jeder CEO über Generative KI wissen sollte


Mitte der 1990er-Jahre, als das Internet seinen Durchbruch erlebte, sahen wir eine Welle neuer Geschäftsideen. Einige waren sinnvoll, andere weniger. Viele Projekte scheiterten, und die Einführung verlief in vielen Unternehmen langsamer als erwartet. Dennoch hat das Internet in den vergangenen 25+ Jahren nahezu jede Branche tiefgreifend verändert. Es hat neue Giganten hervorgebracht und ehemals dominante Akteure wurden verdrängt.

Heute, ein Vierteljahrhundert später, erkennen wir ähnliche Muster bei der Generativen Künstlichen Intelligenz (Gen KI). Wieder gibt es überoptimistische Technologie-Vordenker und übermäßig enthusiastische Manager auf der einen Seite und uninformierte oder gar ignorante Führungskräfte auf der anderen. Obwohl viele frühe Projekte die Erwartungen nicht erfüllen, ist Gen KI die vermutlich transformativste Technologie seit der Einführung des World Wide Web.


Die Realität hinter dem Hype


Eine aktuelle MIT-Studie, State of AI in Business 2025, sorgte für Schlagzeilen: 95 % der Unternehmen erzielen keinerlei Rendite aus KI. Viele stecken in einer „Pilot-Purgatory“-Phase fest und schaffen es nicht, über isolierte Proof-of-Concept-Projekte hinaus zu skalieren.

Zwar ist wichtig, unproduktive KI-Investitionen zu minimieren, aber es ist auch durchaus normal, dass Projekte mit neuen Technologien eine höhere Ausfallquote haben. Entscheidend ist, dass wir daraus lernen, wie diese Technologien am erfolgversprechendsten eingesetzt werden können.



Die Rolle der Führungskräfte: Wissen als Schlüssel zum Erfolg


Die erfolgreiche Einführung von Gen KI kann deutlich verbessert werden, wenn Führungskräfte, insbesondere auf C-Level, ein strategisches Grundverständnis dafür entwickeln, wie diese Systeme funktionieren und was sie können (und was nicht). Informierte Entscheider sind besser in der Lage:

  • Das echte Potenzial von Gen KI für ihr Unternehmen zu erkennen

  • Die richtigen Anwendungsfälle und Projekte auszuwählen und zu priorisieren

  • Risiken und Chancen von Gen KI richtig einschätzen

  • Gen KI mit Geschäftsmodellen und organisatorischen Fähigkeiten in Einklang zu bringen

Die KI glänzt gerade bei Problemen, die für klassische IT-Systeme schwer lösbar sind. Dazu gehören vor allem die Generierung und Verarbeitung von unstrukturierten Daten wie Text, Sprache, Bildern und Videos. Bei Aufgaben, die konventionelle Systeme bereits gut beherrschen, ist KI dagegen oft keine gute Wahl.


Untätigkeit ist keine Option


Wenn korrekt angewendet, bietet KI grosse Chancen, Effizienz, Qualität und Geschwindigkeit zu steigern und völlig neue Geschäftsmodelle zu ermöglichen. Angesichts hoher Löhne und Lebenshaltungskosten kann es sich die Schweiz nicht leisten, diese Chancen zu ignorieren. Untätigkeit bedeutet, gegenüber agileren internationalen Wettbewerbern an Boden zu verlieren.

Kleine Artikel-Serie als Orientierungshilfe


Generative KI-Applikationen und -Projekte sehen auf den ersten Blick aus wie klassische IT-Anwendungen/Projekte, verhalten sich aber grundlegend anders. Die über Jahre entwickelte Intuition vieler Führungskräfte für traditionelle IT führt hier oft zu Fehleinschätzungen und falschen Entscheidungen.

In den nächsten Wochen möchte ich in einer kurzen Serie ich die Eigenheiten von KI-Applikationen und Projekten beleuchten und eine Grundlage schaffen, um Chancen und Risiken besser einschätzen zu können und damit fundierte Entscheidungen zu ermöglichen.

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